Widersprüche im Schmerzverständnis

Wenn Schmerzen mittels der Golgi-Schmerztherapie in einer oder einigen wenigen Sitzungen maßgeblich reduziert werden können oder sogar ganz verschwinden, unabhängig davon ob Schädigungen vorliegen, so kann es sich nicht - wie die gängige Meinung dies unterstellt - um Schmerzen durch geschädigte Struktur handeln, sondern es muss sich um eine andere Art von Schmerzen handeln, da die Schädigungen zumindest zunächst unverändert vorhanden sind. Eigentlich läuft unser Körper, mangels Bewegung, permanent im Notlaufprogramm, deswegen leidet ein Großteil der Menschen unter SchmerzzuständenDies können wir schon in der ersten Behandlung nachweisen. Die Seminarteilnehmer erfahren dies am eigenen Körper ebenfalls noch während der Ausbildung.

Die einzig logische Erklärung, mit der zugleich alle Behandlungserfolge der Golgi-Schmerztherapie nachvollziehbar werden, sind projizierte Warnschmerzen. Dieser Schmerz warnt vor drohender Schädigung des Bewegungsapparates. Diese Warnung geschieht lange vor einer tatsächlich eintretenden Schädigung. Bei dauerhaftem Ignorieren bzw. Ausblenden der Warnung (Schmerzen) durch z.B. Schmerzmittel kann es schließlich auch zur Schädigung kommen.

Genetisch bzw. evolutionstheoretisch betrachtet ist die Beweglichkeit die Basis für unser Überleben. Somit ist es nur logisch, dass der Bewegungsapparat mit einem fein ausgeklügelten System reguliert wird. Dieses System konnte sich aber nicht so schnell anpassen, wie wir unsere Lebensweise geändert haben. Somit kommt es zu der beklagenswerten „Schmerzsituation", in der sich die Menschheit heute befindet. Gut, dass es jetzt eine Methode gibt, die Abhilfe schafft.